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Nürburgring: "Nur" 210 Millionen Euro Verlust? Realistisch ist ein mehr als doppelt so hoher Betrag!

Ein Medium veröffentlicht schnell die kernigste Aussage des Landes-Rechnungshofs und alle andern drucken, bloggen, senden sie ungeprüft hinterher. Dabei lohnt sich ein genauerer Blick in die (Ab-)Rechnung: Wer mit den Grundrechenarten, Dreisatz und Prozentrechnung vertraut ist, kommt zu einem komplett vernichtenden Urteil über die Phantasiekalkulationen der Landesregierung - und auf wesentlich höhere Kosten und Verluste! Um es vorwegzunehmen: Die tatsächlich vom Steuerzahler zu tragenden Kosten dürften bei nahezu 450 Millionen Euro liegen!

Der Landes-Rechnungshof geht zunächst davon aus, dass eine Betreibergesellschaft tatsächlich die vereinbarte Mindespacht zahlt: Das alleine ergibt den vielfach kolportierten Betrag von minus 210 Millionen. Einige Seiten später geht aus dem Bericht hervor, das, wie sich bisher gezeigt hat, damit aber kaum zu rechnen ist. Die Situation am Ring (Auslastung, Besucherzahl) stellt sich eher so dar, dass mit einer jährlichen Pachtzahlung von nur rund einem Drittel der kalkulierten Einnahmen zu rechnen ist: Schon erhöht sich der Fehlbetrag bis 2030 auf 419 Millionen.

Damit nicht genug! Der Bericht des Landes-Rechnungshofs deckt geradezu unglaubliche Finanz-Manipulationen auf: Die landeseigene Nürburgring-GmbH will einige Bauten, wie z.B. das "Welcome-Center" über 61 Jahre abschreiben, die beiden Hotels samt Einrichtung sollen nach 55 Jahren abgeschrieben sein. Jedem Privatunternehmen würden solche Afas gnadenlos aus der Bilanz gestrichen! Der Rechnungshof korrigiert diese Zeiträume auf 50 Jahre für die Hotels, und für Ausstattung und Mobiliar auf immer noch großzügige 20 Jahre (der Zustand der Hotels wäre dann DDR-Nostalgie pur). Ergebnis: Weitere 18 Millionen Verlust bis 2030.

Damit hätten wir bereits die ursprünglichen 210 Millionen mehr als verdoppelt.

Berücksichtigt man nun noch die Risiken der außerordentlichen Kündigung (die im besten Fall mit einer satten Abfindung für die private Betreibergesellschaft enden wird); notwendige und kostenintensive Änderungen der gesamten Struktur des Ringprojekts (sprich Reduzierungen, wohl auch der Bausubstanz) und die Suche nach einer neuen Betreibergesellschaft, der man ein Engagement sehr schmackhaft (also "vergoldet") servieren müsste ... dann kann man solche "Peanuts" wie die Subventionierung des letzten Grand-Prix mit veranschlagten 13,5 Millionen, aus denen laut Rechnungshof deutlich über 14,5 werden dürften, getrost unter den Tisch fallen lassen.

Sonst besteht noch die Gefahr, dass bald die halbe Milliarde erreicht ist ...

17.10.2017 - 22:17

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